Landestrümmerübung in Salzburg

Die Landestrümmerübung der Landesgruppe Oberösterreich fand 2.-3. Februar 2008 auf dem Geländer der Salzburg AG in Salzburg statt. Uns standen ein leerstehendes 9stöckiges Bürogebäude, der halb verfallene Keller eines Abrisshauses und ein sehr großes, umzäuntes Grundstück zur Verfügung.
Samstag 2. Februar standen ab 09:00 Uhr 21 erwartungsvolle Hundeführer und Helfer bereit. LAR Salomon Michael gab eine kurze Einführung und dann ging die Arbeit auch schon los. Es wurden 3 Gruppen eingeteilt, um mit den Junghunden auf dem freien Areal Anzeigeübungen zu machen. Es war schön zu sehen, wie gut und konzentriert alle Hunde in der ungewohnten Umgebung (Stadt Salzburg, immer wieder gingen außerhalb des Zaunes Menschen und Hunde spazieren und schauten zu, Großstadtgeräusche....) arbeiteten.
Nach dieser "Aufwärmrunde" verlagerten wir die Übungen ins Gebäude. Die Gruppen wurden neu zusammen gestellt und jede Gruppe bekam ein Stockwerk zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt. Wieder fanden die Hunde neue, schwierige Bedingungen vor: Linoleumboden auf dem sie ausrutschten, enge Gänge in denen das Bellen hallte, ungewohnte Gegenstände, suchen in einem dunkeln Gang u.v.m. Natürlich wurde mit jedem Hund entsprechend seines Ausbildungsstandes gearbeitet und darauf geachtet, dass kein Hund überfordert wurde.
Nach einer kurzen Mittagspause bekamen die einsatzfähigen Hunde spezielle Aufgaben. Jedes Team hatte je 2 Stockwerke eigenständig abzusuchen. Das Vertrauen des Hundeführers in seinen Hund wurde getestet, da für etliche Teams im ersten abzusuchenden Stockwerk kein Opfer versteckt war und im zweiten Stockwerk dann 2 Opfer. Dabei ist bemerkt, dass einige der Opfer fast Gummimenschfähigkeiten aufbringen mussten, um in ihren Verstecken (z.B. dem Schrank UNTER der Abwasch) verharren zu können. Herzlichen Dank dafür!
Eine weitere Schadensstelle war der halb verfallene Keller eines bereits abgerissenen Nebengebäudes. Die einzigen Zugangsmöglichkeiten waren entweder durch die Kellerfenster oder über instabiles Gerümpel rutschend. Eine echte Herausforderung für Hunde und Menschen - die vor allem die Hunde toll bewältigten.
Dem Abschluss des Tages bildete eine weitere Arbeitsrunde für die Junghunde im Gebäude.
Am Sonntag 3. Februar traten immerhin noch 15 unermüdliche Teams zum Training an. Am Beginn stand wieder eine Runde Anzeigenübungen auf dem freien Gelände. Danach wurde in Kleingruppen intensiv im Gebäude trainiert, diesmal in den oberen Stockwerken. Es wurde an die Lernerfolge des Vortages angeknüpft und Opfer fanden sich hinter Türen, in Kästen oder unter Tischen. Spannend war zu beobachten, wie und wo die Hunde den Geruch fanden und sich oft mühsam bis zum Opfer vorarbeiten mussten. Nicht selten wurde zuerst einmal eine Wand angebellt - denn dorthin trieb der Luftzug den Geruch.
Eine feine Abschlussübung erwartete die erfahreneren Teams. Michl schaffte es doch tatsächlich, ein "armes" Opfer dazu zu bewegen, sich in einem Kasten oberhalb des Türrahmens zu verstecken! Der Großteil der Hunde löste aber auch diese Aufgabe schön.
Nach einer triebigen Abschlussrunde für die Junghunde beendete LAR Salomon Michael die Übung um 12:00 Uhr.
Es war eine spannende, lehrreiche und gute Trümmerübung und bedanken wir uns bei LAR Salomon Michael für die Durchführung und die vielen guten Tipps. Und bei Giglmaier Karin und Maganja Maria von der Staffel 6 dafür, dass sie dieses tolle Trainingsgelände organisiert haben.
